Bei der Gründung eines neuen Unternehmens wird Ihnen zweifellos die Notwendigkeit einer Versicherung bewusst. Sie kann im Schadensfall Entschädigung und Sicherheit bieten, aber auch erhebliche Kosten verursachen.
In diesem Merkblatt gehen wir auf die verschiedenen Versicherungsarten ein, die Sie in Betracht ziehen sollten.
Pflichtversicherung
- Haftung des Arbeitgebers
- Die Arbeitgeberhaftpflichtversicherung ist für Ihre Angestellten verpflichtend. Gesetzlich ist eine Deckungssumme von mindestens 5 Millionen Pfund vorgeschrieben, die von einem zugelassenen Versicherer stammen muss. Die meisten Policen bieten mittlerweile jedoch eine Mindestdeckung von 10 Millionen Pfund. Die Versicherungsbescheinigung muss am Arbeitsplatz ausgehängt werden. Wenn Ihr Unternehmen keine GmbH ist und Sie der einzige Angestellte sind oder nur enge Familienangehörige beschäftigen, benötigen Sie keine obligatorische Arbeitgeberhaftpflichtversicherung. Auch GmbHs mit nur einem Angestellten, der mindestens 50 % der Firmenanteile besitzt, sind von der Pflichtversicherung befreit.
- Kfz-Haftpflicht
- Die Kfz-Haftpflichtversicherung ist ebenfalls obligatorisch und muss auch die Haftpflichtversicherung für Dritte umfassen: Dies ist das gesetzliche Minimum.
Optionale Versicherung
Andere Versicherungskategorien sind optional, und die Entscheidung, ob Sie unter einer bestimmten Kategorie Versicherungsschutz benötigen, hängt von der Art Ihres Geschäfts und einer Risikobewertung ab.
- Haftpflicht
- Auch wenn dies streng genommen nicht verpflichtend ist, werden Sie mit ziemlicher Sicherheit das Gefühl haben, eine entsprechende Versicherung zu benötigen. Sie deckt Schadensersatzansprüche gegenüber Dritten ab.
- Eigentum
- Sie können überlegen, ob Sie den Versicherungsschutz auf bestimmte Risiken wie Feuer und Überschwemmung beschränken oder einen umfassenderen Schutz wählen möchten. Überlegen Sie, welchen Versicherungsschutz Sie für Ihre Räumlichkeiten (falls Sie Eigentümer sind), Ihre Ausrüstung und Ihren Warenbestand benötigen. Wenn Sie Ihre Räumlichkeiten mieten, sollten Sie prüfen, ob Ihr Vermieter über einen entsprechenden Versicherungsschutz verfügt.
- Diebstahl
- Wenn Ihr Unternehmen keine teuren Geräte benötigt, können Sie auf diese Option zumindest anfangs verzichten. Sollten Sie sich jedoch für eine Diebstahlversicherung entscheiden, wird ein Versicherer ein angemessenes Mindestmaß an Sicherheit verlangen.
- Berufshaftpflicht
- Dies ist in der Regel nur dann notwendig, wenn Sie Ratschläge erteilen, die Sie haftbar machen könnten. Sie schützt Ihre Kunden vor Verlusten, die durch fahrlässige Beratung entstehen. In manchen Berufen ist sie Pflicht – beispielsweise im Rechtswesen, in der Wirtschaftsprüfung und im Finanzdienstleistungssektor. In anderen Branchen wie der IT-Beratung und dem Verlagswesen ist sie jedoch üblich.
- Betriebsunterbrechung
- Diese Versicherung deckt den Ersatz von entgangenem Gewinn und zusätzlichen Kosten ab, falls Ihr Geschäftsbetrieb beispielsweise durch einen Brand beeinträchtigt wird. Sie wird auch als „Folgeschadenversicherung“ bezeichnet.
- Schlüsselmann
- Kleinunternehmen sind oft von wichtigen Mitarbeitern abhängig. Was passiert, wenn diese schwer erkranken oder sterben? Ist eine Versicherung für einen solchen Fall sinnvoll?
- Spezialversicherung
- Eine ganze Reihe unterschiedlicher Policen deckt eine Reihe von Spezialsituationen ab – zum Beispiel Ingenieurversicherungen und Computerversicherungen.
Arbeiten von zu Hause aus
Wenn Sie planen, Ihr neues Unternehmen von zu Hause aus zu gründen, sollten Sie nicht davon ausgehen, dass Ihre normale Hausratversicherung ausreicht. Diese deckt in der Regel keine Geschäftsrisiken ab. Es gibt spezielle Versicherungen für die Arbeit von zu Hause aus.
Einkaufen
Es mag selbstverständlich klingen, aber es ist wichtig, Preise zu vergleichen, um das beste Angebot zu finden. Holen Sie mehrere Angebote ein und seien Sie bei Billigangeboten stets vorsichtig. Eine persönliche Empfehlung kann Ihnen bei der Entscheidung helfen.
Deckungsgrad
Auch wenn es offensichtlich erscheinen mag, ist es doch so: Zu viel Versicherungsschutz beeinträchtigt den Cashflow, zu wenig kann katastrophale Folgen haben.
Überlegen Sie, welchen Versicherungsschutz Sie benötigen. Stellen Sie bei Gebäuden und Ausrüstung sicher, dass Sie für den vollen Wiederbeschaffungswert versichert sind.
Sollte bei einer Versicherung ein Selbstbehalt vorgesehen sein, achten Sie darauf, dass dieser auf einem vernünftigen Niveau festgelegt wird.















